Da hochgeladene Foto vom Empire State Building – ein ganz normaler Moment – und keine zehn Sekunden später steht unter meinem Beitrag: „Fat Girls are usually beautiful.“ Ich habe diese Worte…

Da hochgeladene Foto vom Empire State Building – ein ganz normaler Moment – und keine zehn Sekunden später steht unter meinem Beitrag: „Fat Girls are usually beautiful.“ Ich habe diese Worte...

Ach, da ist es ja, das Empire State Building. Ich hab das Bild grad hochgeladen, und direkt kommt der erste Kommentar: „Fat Girls are usually beautiful. “ Also wirklich, Leute. Er sagt, du bist ein fettes Mädchen und nicht hübsch.

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Und dieses „usually“ macht es nicht besser. Ich finde das so krass und auch richtig unangenehm. Gerade für Leute, die wirklich mit ihrem Körper kämpfen. Ich meine, ich trag Kleidergröße Small.

Da ist nichts, womit ich kämpfen müsste, außer mit solchen Kommentaren. Und nicht mal mit denen, ehrlich gesagt. Das ist das Verrückte. Klassischer Chat, ich weiß.

Ich hab kein Mikrofon, sorry. Warte kurz, ich nehm das hier. So, jetzt bin ich drin. Man sieht ein bisschen das Funkgerät.

Muss das sein? Es muss halt unter der Jacke sein. So, ist gut. Danke.

Wirklich, alle Oberflächen hier sind weiß. Das ist crazy. Alles ist weiß. Und jetzt geht’s in die Bronx.

Ach ja, stimmt, wir sind immer noch in New York. Das wäre super, ja. Aber jetzt kommt schon zum zweiten Mal, dass ich gefettet shamt werde, obwohl ich Kleidergröße Small trage. Ich habe sogar ein bisschen abgenommen, weil ich meinen Körper definieren will.

Und trotzdem kommt so ein Spruch. Wo nehmen die das nur her? Denken die sich das einfach aus? Ich bin ehrlich, mich verletzt das nicht mehr, weil ich weiß, dass ich meinen Körper schön finde.

Aber ich bin trotzdem verwirrt. Warum sagt man so etwas? Wo gibt’s hier eigentlich einen Mülleimer? Mir ist schon vorhin aufgefallen, dass es hier einfach keine gibt.

Jemand hat auf der Toilette eine Flasche weggeschmissen, nicht in der Toilette selbst, aber daneben. Vielleicht muss ich mich woanders umschauen. Ich nehme das nicht zu Herzen, echt nicht. Ich bin nur verwirrt.

Ich meine, vielleicht wirkt es doch so, als ob es mich beschäftigt. Aber nein, warum sollte ich mir wegen so etwas Gedanken machen? Ich trage Small. Aber du rechtfertigst dich ja gerade, oder?

Nein, ich versuche es nur zu verstehen. Die Leute schreiben so etwas, um dich zu provozieren. Sie hoffen, dass es dich trifft. Aber es trifft mich nicht, weil es einfach nicht wahr ist.

Ich habe ein gutes Körperbild von mir. Aber ich finde es interessant, darüber zu reden. Vor allem, wenn man immer so gute Clips daraus machen kann. Die Leute, die solche Kommentare schreiben, sind meistens unglücklich oder haben einfach nichts Besseres zu tun.

Und dann denke ich mir, die suchen nur Aufmerksamkeit. Aber ich muss auch sagen, es gibt hier kaum Mülleimer. Das ist echt nervig. Jedes Mal, wenn ich in einer Stadt bin und keine Mülleimer sehe, muss ich an das Spiel denken, wo ich einen Mülleimer benutzen soll und die Leute einfach ihren Müll auf den Boden werfen.

Ich bin da irgendwie sensibel für. Aber ich glaube, das ist auch ein kulturelles Ding. In Japan zum Beispiel gibt es fast keine öffentlichen Mülleimer, weil da mal Bomben reingesteckt wurden. Deshalb nehmen die Leute ihren Müll einfach mit nach Hause.

Das ist dort völlig normal. Hier nicht, aber das ist eine andere Geschichte. Ich bin gerade am Memorial Denkmal angekommen, dem 9/11 Memorial. Krass, wie viele Leute hier Fotos machen.

Ich verstehe das nicht ganz, aber ich versuche, respektvoll zu sein. Ich werde hier jetzt nicht unbedingt ein Selfie machen. Das finde ich irgendwie unpassend. Wir sind nicht in Florida, Leute.

Aber schauen wir uns das mal an. Die Namen sind hier alle eingraviert. Das ist schon beeindruckend. Und dann der Brunnen, das Wasser fließt die ganze Zeit nach unten.

Man kann sich das kaum vorstellen, was hier passiert ist. Aber ich will jetzt nicht zu lange stehen bleiben, sonst werde ich wieder traurig. Wir sind heute schon ziemlich viel gelaufen. Chinatown war nicht so viel, Korea Town auch nicht.

Wir waren an der Brooklyn Bridge und jetzt am Memorial. Eigentlich wollten wir noch zur Freiheitsstatue, aber ich weiß nicht, ob das Internet dort funktioniert. Das wäre zu riskant. Wenn es abstürzt, finden wir nicht mehr zurück.

Vielleicht schauen wir sie uns vom Battery Park aus an. Von da sieht man sie bestimmt auch, oder? Ja, wir können am Memorial vorbei zum Park gehen und dann sehen wir sie vielleicht. Das wäre schön.

Die Uhr ist schon ziemlich fortgeschritten, 19:30 Uhr hier. Meine Gedanken sind überall. Der Hund wollte gar nicht mehr laufen. Hallo, willst du getragen werden?

Oh nein, wie süß. Es ist ein kleiner Dackel mit langem Fell, total niedlich. Die gibt es hier in den USA vielleicht nicht so oft, aber er ist auf jeden Fall ein Hingucker. Ich muss sagen, die Stimmung hier ist echt besonders.

Man sieht die vielen Touristen, alle versuchen, das Beste aus ihrem Trip zu machen. Und dann dieser Kontrast zwischen den hohen Gebäuden und den ruhigen Orten wie dem Memorial. Es ist schon eine krasse Stadt. Ich frage mich, ob die Leute, die solche Kommentare schreiben, jemals wirklich einen Ort wie diesen sehen.

Das hier ist Geschichte, echte Geschichte. Und die machen sich über das Aussehen von Fremden lustig. Das passt für mich nicht zusammen. Aber ich muss auch sagen, ich rege mich nicht mehr darüber auf.

Ich bin an einem Punkt, wo ich meinen eigenen Frieden habe. Ich weiß, wer ich bin und wie ich aussehe. Und ich bin zufrieden damit. Das ist das, was zählt.

Mein Freund, der mich begleitet, sagt auch, dass ich mir keine Sorgen machen soll. Er kann es auch nicht glauben, dass jemand auf die Idee kommt, so etwas zu schreiben. „Lass sie reden“, sagt er. „Die kennen dich nicht.

“ Und er hat recht. Am Ende des Tages zählt nicht, was Fremde über mich denken. Sondern wie ich mich selbst sehe. Die Sonne kommt langsam raus, es wird wärmer.

Ich habe gehört, dass es hier im Park auch ein paar schöne Ecken gibt. Vielleicht setzen wir uns noch ein bisschen hin und genießen die Aussicht. Ich glaube, das habe ich mir nach dem ganzen Kommentar-Geschreibsel heute verdient. Einfach mal kurz durchatmen und die Ruhe genießen.

Es ist wirklich schön hier, wenn man die ganzen Leute ausblendet, die nur auf ihr Handy schauen. Ich hoffe, meine Krämpfe haben aufgehört. Ich hatte zwischendurch wieder welche, aber es geht so. Das kommt vom vielen Laufen und dem vielen Sitzen im Stream, glaube ich.

Aber es ist okay. Ich will mich nicht beschweren. Ich bin in New York, an einem der aufregendsten Orte der Welt. Da kann man nicht meckern.

Ein paar Leute aus dem Chat fragen, ob es hier Mülleimer gibt. Wisst ihr was? Ich sehe gerade einen, da vorne an der Ecke. Zum Glück.

Ich dachte schon, ich müsste meinen Müll mitnehmen. Nein, aber das wäre auch nicht schlimm. Ich bin ja nicht so, dass ich meinen Müll einfach fallen lasse. Das macht man nicht, Punkt.

Ich überlege, ob wir noch ein Stück weitergehen oder ob wir langsam zurück zum Hotel müssen. Morgen ist noch mal ein voller Tag. Die Zeit fliegt einfach so dahin. Es fühlt sich an, als wären wir erst gestern angekommen, und schon sind wir fast wieder weg.

Aber ich will jetzt nicht zu sentimental werden. Genießen wir einfach den Moment. Ich denke, ich schaue mir noch ein paar der Namen an den Seiten an. Manche sind so jung, kaum älter als ich.

Das gibt einem schon zu denken. Ich ziehe meinen Hut vor den Menschen, die hier arbeiten, um die Erinnerung wachzuhalten. Das ist nicht selbstverständlich. Okay, ich glaube, es ist Zeit zu gehen.

Vielleicht schauen wir noch kurz beim Wasser vorbei, bevor es dunkel wird. Die Aussicht von hier müsste echt schön sein, wenn die Lichter der Stadt angehen. Ich bin gespannt, ob man die Freiheitsstatue von hier aus sehen kann. Das wäre der perfekte Abschluss für den Tag.

Danke, dass ihr mich begleitet habt, Leute. Ich weiß eure Unterstützung zu schätzen, auch wenn der eine oder andere Kommentar mich gerade kurz irritiert hat. Aber das ändert nichts daran, dass ich diesen Trip genieße.

Und das Beste daran: Ich mache es für mich, nicht für andere.