SCHULSCHIESSEREI IN ÖSTERREICH (Graz) UND IN EUROPA

SCHULSCHIESSEREI IN ÖSTERREICH (Graz) UND IN EUROPA

Die Stadt Graz erwachte am 10. Juni 2025 in der gewohnten Stille eines frühen Sommertages. Schüler betraten die Schule, ohne zu ahnen, dass ihr Schulgebäude an diesem Tag zum Schauplatz einer Tragödie werden würde. Die Uhr zeigte 9:55 Uhr, als ein junger Mann mit einem schwarzen Rucksack im dritten Stockwerk der Schule erschien.

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Niemand bemerkte ihn sofort. Wenige Minuten später wurde die Stille von einem Geräusch unterbrochen, das nicht in die Schulumgebung passte. Zuerst eine Explosion, dann weitere laute Knalle. Einige dachten an eine Übung oder einen technischen Defekt, doch bald hallten Schreie und panische Schritte durch die Flure.

Klassenzimmertüren wurden hastig geschlossen, Schüler versteckten sich unter Tischen. Der Täter wurde später als der 21-jährige Arthur A. identifiziert, ein ehemaliger Schüler der Schule. Er war bewaffnet und mit mehreren gefährlichen Gegenständen ausgerüstet.

Im dritten Stock zog er sich um, bewegte sich dann leise und wortlos durch die Gänge und schoss wahllos von Klassenzimmer zu Klassenzimmer. Innerhalb von etwa sieben Minuten feuerte er zwischen 30 und 40 Schüssen ab. Unter den Getroffenen waren sowohl Schüler als auch Lehrkräfte. Die erste Polizeieinheit traf nur acht Minuten nach dem Notruf ein.

Das Gebäude wurde sofort umstellt, und die Spezialeinheit Cobra betrat das Schulgebäude. Doch da war bereits alles vorbei. Um 10:07 Uhr zog sich Arthur A. in eine Toilette im dritten Stock zurück, wo er sich den Berichten zufolge das Leben nahm.

Die Flure boten ein erschütterndes Bild: verstreute Taschen, Bücher und Handys. An der Tafel standen noch unvollendete Sätze aus dem Unterricht. Was die Öffentlichkeit zusätzlich schockierte, war die Präzision und Planung des gesamten Angriffs. Der junge Mann hatte die Tat offenbar im Voraus geplant und kündigte sie sogar im Internet an, ohne konkrete Personen oder Motive zu nennen.

Der Eindruck eines generellen Widerstandes gegen das System wurde vermittelt. Bis zum 13. Juni 2025, drei Tage nach der Tat, verloren 14 Menschen ihr Leben. Unter den Toten waren elf Schülerinnen und Schüler sowie zwei Lehrerinnen und ein Lehrer.

Weitere 21 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt, viele von ihnen schwebten noch Tage danach in Lebensgefahr. Einige von ihnen waren während des Angriffs aus dem dritten Stock gesprungen, um den Kugeln zu entkommen. Sie erlitten dabei schwere Knochenbrüche und innere Verletzungen. Der Täter, ein ehemaliger Schüler der Schule, hatte die Waffe legal besessen.

Sein Vater, langjähriges Mitglied eines Schützenvereins, besaß eine legal registrierte Schusswaffe. Arthur A. selbst hatte die halbautomatische Hatzan-Escort-Schrotflinte einen Monat vor der Tat legal erworben, nachdem er eine Waffenlizenz erhalten hatte. Die Stadt Graz, die zweitgrößte Stadt Österreichs, wurde an diesem Tag zum Ort des Schreckens.

Was als gewöhnlicher Schultag begann, endete in einer der blutigsten Taten in der Geschichte des Landes. Obwohl später noch weitere tragische Angriffe folgten, blieb der Fall von Graz als der erste in Erinnerung, bei dem der Täter eine legal erworbene Waffe einsetzte, seine Tat im Voraus ankündigte und sie vor den Augen der digitalen Welt ausführte.